Pfarrkirche zum Hl.Laurentius - Lorenzen

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Pfarrkirche zum Hl.Laurentius

Sehenswürdigkeiten

Unsere Pfarrkirche gehört zu den ältesten Kirchen im Pustertal. Sie wurde bereits im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt Der erste Kirchenbau ist aber bereits in das Ende des 4. oder den Anfang des 5. Jahrhunderts zu datieren. Die Pfarrkirche zum hl. Laurentius, so wie sie sich heute präsentiert, ist das Ergebnis zahlreicher Erweiterungen, Anbauten und Änderungen, vom Mittelalter bis in jüngster Zeit. Mit ihren zwei ungleichen Türmen prägt sie das Bild der Ortschaft. Der mächtige gotische Turm wurde laut einer Inschrift 1454 vollendet. Der kleine Turm zeigt mit seinen Spitzbogenfenstern eine spätere Erhöhung. Der untere Teil, an dem bei einer Restaurierung 1988 die romanischen Schallfenster freigelegt wurden, stammt wohl aus dem 13. Jahrhundert, und dürfte an eine Seitenkapelle des ältesten Teils der Kirche angebaut gewesen sein. Dieser bestand aus dem hinteren Teil des heutigen Mittelschiffes. Das Mittelschiff wurde im 14. Jahrhundert verlängert und mit dem Presbyterium versehen.

Die heutige Form der Egererkapelle und die beiden Seitenschiffe stammen aus spätgotischer Zeit (ca 1500).
An der Außenseite der Kirche sind mehrere Grabsteine adeliger und bekannter Bürger des Marktes angebracht, so an der Nordseite drei der Familie Egerer, den Stiftern der gleichnamigen Kapelle. An der Vorderseite sieht man die Grabplatte von Graf Volkhold, dem Stifter vom Kloster Sonnenburg (1039). Im Jahre 1958 wurde die Kirche gründlich renoviert. 1980 wurde eine neue Orgel eingebaut. Kleinere Renovierungsarbeiten im Innern sowie die Verlegung der Fußbodenheizung wurden 1994 durchgeführt. Im Jahr 2001 wurde als letztes großes Vorhaben die Egerer Kapelle renoviert. Seither erstrahlen die vielen Fresken und die von Jörg Stieger aus Lothen angefertigten , teils Furcht erregenden Passionsfiguren, wieder in neuem Glanz. Die Glocken, die in den beiden Türmen hängen, wurden 1922 gegossen. Im großen Turm hängen 6, im kleinen eine Glocke. Die „Große“ ist dem Herz Jesu geweiht und wiegt 2.620 kg. Sie ist die viertgrößte Glocke im Pustertal. Die „Kleine“ wiegt 290 kg. Die Große war als Wetterglocke weitum bekannt. Auch heute noch ertönt ihr schöner Klang beim Nahen eines Gewitters.
Das Innere der Kirche
1995 wurde der Chorraum neu gestaltet.Hinter dem schlichten Volksaltar wurde ein großes Kruzifix mit einer Schmerzensmutter sowie der Tabernakelschrein von der bekannten Bozner Künstlerin Maria Delago aufgestellt. An den Chorfenstern sehen wir Szenen aus dem Leben des hl. Laurentius. Im linken und rechten Seitenschiff steht je ein Seitenaltar. Am linken Seitenaltar wird das Martyrium des hl. Erasmus dargestellt, als Seitenfiguren die Heiligen Laurentius und Stephanus. Am rechten Seitenaltar ist der hl. Sebastian im Bild, als Seitenfiguren die Heiligen Jakobus der Ältere und der Jüngere. An der Nordwand des Mittelschiffes hängt das ehemalige Altarbild signiert von Josef Renzler im Jahre 1836. Im Mittelschiff befindet sich eine erst kürzlich wieder renovierte barocke
Kanzel. Sie stammt von der ehemaligen Basilika der Sonnenburg. An der Rückseite des nördlichen Seitenschiffes sind Statuen der vier Evangelisten angebracht. Erwähnenswert sind auch die Kreuzwegstationen. Im Mittelschiff kann man an der Trennsäule zum südlichen Seitenschiff ein Fresko der hl. Katherina erkennen und den hl. Michael. Als wertvollstes Kunstwerk gilt die Madonna mit dem Jesukind mit der Traube, die neben dem linken Seitenaltar angebracht ist. Es ist dies der Rest eines vom Brunecker Bildhauer Michael Pacher um 1460 geschnitzten Flügelaltars.

 
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