Nikolaus Cusanus - Lorenzen

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Nikolaus Cusanus

Persönlichkeiten

Nikolaus Cusanus wurde im Jahre 1401 in dem Dorf Cues in der Nähe von Trier geboren. Sein Familienname war eigentlich Cancer, erst später nannte man ihn Cusanus. Er studierte in Heidelberg Theologie und promovierte an der Universität von Padua zum Doktor des kanonischen Rechts. An der Universität Köln hielt er Rechtsvorlesungen und beschäftigte sich vor allem mit Philosophie. 1426 wurde er zum Priester geweiht. Als Priester und Wissenschaftler stieg er in die höchsten Ränge des öffentlichen Lebens seiner Zeit auf: Konzilsmitglied in Basel, päpstlicher Legat in Deutschland, Kardinal, Bischof von Brixen und Generalvikar in Rom. Nikolaus Cusanus war der bedeutendste Philosoph des 15. Jahrhunderts.
Im Auftrag des Papstes reiste Cusanus quer durch Europa um kirchliche Missstände abzubauen und die Leute zu einer umfangreichen Reform des christlichen Lebens zu bekehren. Auch in seinem Bistum Brixen setzte Nikolaus Kusanus seine kirchenreformatorischen Tätigkeiten zunächst fort. Dabei geriet er jedoch sehr schnell in einen Konflikt mit der Äbtissin VERENA VON STUBEN, die das Benediktinerinnenkloster Sonneburg leitete und sich den geplanten Reformen wehement widersetzte. Ihr zur Seite stand Herzog Sigmund. Er übernahm die Schirmherrschaft über das Kloster und gelobte gegen jene vorzugehen, die die herrschaftlichen Rechte des Klosters anzutasten wagten. Als der Kardinal der Vorsteherin mitteilen ließ, dass er ihr oberster Vogt und oberster Richter sei und dass sie sich auch in weltlichen Fragen ihm zu unterwerfen habe, eskalierte der Konflikt. In der Auseinandersetzung kam es zum Kirchenbann über Verena und später sogar zum Interdikt über das ganze Land. Dem Pfarrer von St.Lorenzen wurde befohlen, das Allerheiligste aus der Klosterkirche zu entfernen. Einer der Höhepunkte in diesem Streit war die „Schlacht von Enneberg“ im Jahre 1458, in der ca 50 Männer, die im Dienst des Klosters standen, getötet wurden.1461 starb Nikolaus Cusanus in der kleinen umbrischen Stadt Todi. Sein Leib ruht in Rom, sein Herz in der Kapelle des von ihm gestifteten St.-Nikolaus-Hospitals in Bernkastel-Kues.

 
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