Mittelalter - Neuzeit - Lorenzen

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Mittelalter - Neuzeit

Geschichte

Der Markt St.Lorenzen spielte schon vor alter Zeit im Pustertal eine wichtige Rolle. Man weiß aus einer Urkunde um die Wiedereinführung des Marktes im Jahre 1579, dass die älteren Urkunden über das Marktrecht durch Unglücksfälle und Brände verloren gingen. Der Historiker Dr. Johann Jakob Staffler datierte die Existenz des Marktes in die Zeit von Kaiser Karl dem Großen (800). Sehr groß war der Einfluss der Urpfarre. Sie war Jahrhunderte hindurch die bedeutendste kirchliche Einrichtung des westlichen Pustertales.Die ältesten Aufzeichnungen über die früheren Pfarrherren reichen bis ins 12. Jahrundert zurück. Das Einzugsgebiet war wesentlich größer als heute. Bis 1611 gehörte auch die Stadt Bruneck zur Pfarre St.Lorenzen, Stegen bis 1971.
St.Lorenzen war auch Sitz des Gerichtes Michaelsburg. Die Ortschaften Sonnenburg und Pflaurenz waren früher dem Hofgericht Sonnenburg unterstellt. In St.Lorenzen wurde bereits um 1500 eine Schule eingerichtet, obwohl der Markt mit ca. 400 Einwohnern ziemlich klein war. Großen Aufschwung erhielt der Ort in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, als der Sitz des Kreisamtes für das Eisack- und Pustertal nach St.Lorenzen verlegt wurde. Mit der Schulreform von Maria Theresia erhielt St.Lorenzen eine neue Musterschule (im heutigen INSO-Haus), welche 1784 fertiggestellt wurde.Auch von Unglücken blieb St.Lorenzen nicht
verschont. So rottete im Sommer 1636 die Pest ganze Familien aus. Wer fliehen konnte zog weg. St. Lorenzen war in diesem Jahr ein "Geisterdorf". Im August 1850 brannten in einer Nacht die beiden Häuserzeilen entlang der Josef-Renzler-Straße bis zum "Hotel Mondschein" und zum "Gasthof Sonne" völlig ab. Durch den Neubau der Futterhäuser nach dem Brand entstand die "Hintergasse", heute "Dr.Sporn-Straße" benannt. Der Ortskern war vor über 400 Jahren kaum anders als heute. Änderungen ergaben sich vor allem als um 1840 der neue Friedhof fertiggestellt und vom heutigen Kirchplatz an die Ostseite der Kirche verlegt wurde. Das Schulhaus wurde um die Jahrhundertwende erbaut. Größere Veränderungen ergaben sich in den letzten Jahren durch die Errichtung neuer Wohnhäuser an Stelle der alten Futterhäuser. Vor allem der Neubau des Gemeindehauses an Stelle des alten Stadels auf dem Dorfplatz hat den Charakter des Platzes verändert.


 
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