Jakob Hutter - Lorenzen

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Jakob Hutter

Persönlichkeiten

Jakob Huter war einer der führenden Gestalten der „Wiedertäufer“ und gab ihnen die entscheidende Prägung. Von Beruf war er Hutmacher. Sein Geburtshaus war der „Broslhof“ in Moos. Die erste Täufergemeinde leitete er in Welsberg. Wegen der ständigen Verfolgung musste er nach Mähren fliehen. Dort entstanden die ersten „Bruderhöfe“. Hutterische Bruderhöfe gibt es heute noch vor allem in den USA und in Kanada. Bis in unsere Tage tragen die Hutterer  ihre charakteristische Tracht, die damals in der Heimat ihrer Vorväter üblich war. Auch wird bei den Hutterern noch eine alte deutsche Sprache gesprochen, die unserem Dialekt sehr ähnelt.
Als Jakob Hutter wieder einmal in seiner Heimat war, wurde er verraten. In Klausen wurde er zusammen mit seiner erst kürzlich angetrauten Frau Katherina am 30. November 1535 gefangen genommen und nach Innsbruck überführt. Dort wurde ihm der Prozess gemacht.

Die hutterischen Episteln berichten folgendermaßen: „Jakob Hutter wurde durch Betrug und Verräterei zu Klausen gefangen genommen".
Durch große Marter und Pein wollte man ihn von seinem Glauben abfällig machen: er wurde mit Ruten geschlagen, in die Wunden wurde Branntwein gegossen und angezündet. Er aber blieb standhaft und wurde am 25. Februar 1536 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Die Wurzeln des Täufertums gehen auf die Lehren Martin Luthers zurück. Kern des Glaubens ist, dass der Mensch frei über seine Taufe entscheiden kann. Daher wird die Taufe von unmündigen Kindern strikt abgelehnt. Die Menschen sollen aufgrund ihres persönlichen Glaubensbekenntnisses getauft werden. Deshalb wurden sie von der Amtskirche streng verfolgt. Es kam sogar so weit, dass die Erwachsenentaufe bei Todesstrafe verboten wurde. Das hutterische Weltbild, geprägt durch Jakob Huter, ist vor allem von der wörtlichen Auslegung der Bibel gekennzeichnet. Neben einem arbeitsamen, keuschen und bibelgetreuem Leben gehörte dazu vor allem die Idee des gemeinsamen Besitzes.


 
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