Gedenkstätte Koster Wald - Lorenzen

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Gedenkstätte Koster Wald

Sehenswürdigkeiten

Ungefähr 20 Minuten vom Markt entfernt befindet sich westlich auf einer Lichtung in einem Föhrenwald die Gedenkstätte Klostewald . Wegen seiner Zugehörigkeit zum Kloster Sonnenburg wurde dieser Platz „Klosterwald“ genannt .Aller Wahrscheinlichkeit nach hat dieser stille Ort schon in frühester Zeit als Friedhof gedient . Eine besondere Bedeutung erlangte dieser Friedhof in den Kriegsjahren 1809 und 1813.
Schon lange wateten die Tiroler auf das Zeichen zum Aufstand gegen die bayrische Herrschaft in ihrem Land .Am Weißsonntag , den 9. April 1809 war die Zeit gekommen. Die kaiserlichen Truppen rückten von Lienz her kommend in das Pustertal ein, um die Bayern zu vertreiben. Die bayrischen Kompanie, die in Bruneck stationiert war, verließ fluchtartig die Stadt. Um den nachfolgenden Österreichern die Verfolgung zu erschweren, wollten sie bei St.Lorenzen die Rienzbrücke abbrechen. Sie wurden daran aber durch die Bauern unter ihrem Anführer „Pecher“ gehindert.

Plötzlich läuteten die Glocken im Kirchturm von St.Lorenzen. Die Bayern deuteten dies als Sturmläuten zu einem größeren Angriff und suchten ihr Heil in der Flucht. In Wirklichkeit erklangen die Glocken wegen einer anstehenden Beerdigung. Bei diesem ersten Gefecht der Tiroler Erhebung wurden mehrere Soldaten und einige Lorenzner Landstürmer getötet. Die Soldaten wurden im nahe gelegenen Klosterwald zur Ruhe gebettet. Bald darauf errichtete man dort eine kleine Holzkapelle, die im Jahre 1903 durch die heute noch bestehende Kapelle ersetzt wurde. Seit langem ist der Klosterwaldfriedhof mit seiner Kapelle Gedenkstätte für die Gefallenen von 1809 und beider Weltkriege. Jedes Jahr findet dort im September eine Gedenkfeier statt.


 
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