die Sonntagsspieler - Lorenzen

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die Sonntagsspieler

Sagen / Sagenweg

In St. Lorenzen lebten einst ein paar lustige Brüder, die rauchten, tranken Alkohol, spielten und vertaten ihr Geld im Wirtshaus. Zur hl. Messe gingen sie nicht; die Kirchenluft, sagten sie, tat ihnen nicht gut. Der Pfarrer hörte aber davon und sagte es dem Richter. Dieser verbot ihnen das Treiben und machte ihnen eine christliche Ermahnung.
Als nun der nächste Sonntag kam, sagten die Brüder: "Wir haben die ganze Woche gearbeitet, der Sonntag gehört zur Erholung; wozu wären die Kapuziner auf der Welt, wenn nicht statt unsereins zu beten!" Und weil während des "Amtes" der Gasthausbesuch verboten war, nahmen sie eine Stalllaterne und begaben sich in das Knappenloch in der Nähe des Ortes um dort Karten zu spielen. Sie hatten aber kein Glück und verloren sooft sie auch auf ein neues spielten. Das ging ihnen nicht mit rechten Dingen zu, denn es war keiner von ihnen, der das Geld gewann, daher begannen sie zu fürchterlich zu fluchen. Auf einmal tat es einen gewaltigen Krach, und die Höhle stürzte ein und begrub die Spieler in den Trümmern. Seither ist nur mehr ein kleiner Teil des Knappenloches zugänglich.

 
 
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